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Geografie gehabt?

Ein Atlas. Null Geografie. Gutes Essen und Trinken.

Eine erfreuliche Abwechslung im Hamburger Grau in Grau entdeckten wir in einem ehemaligen Fabriksareal. Restaurant und Cocktailbar Atlas.

Geografie gehabt?


Mit viel Elan betreiben die beiden Jung-Gastronomen Rainer Wendt und Jörg Meyer ihr Unternehmen im Designer-Viertel Schützenstrasse. Design kann auch angenehm sein, das beweist gerade das durchaus schmucke und doch gemütliche Lokal. Keine Spur dieser Schick-Micki-Nüchternheit, die als Coolness so viele moderne In-Lokale kalt wirken lässt.

Zwischen den Tischen bleibt genug Platz um nicht die Gespräche der Nachbarn belauschen zu müssen. Angenehmes Licht aus ganz eigenen Leuchtern und freier Blick auf die Designer-Geschäfte vis-a-vis, die bei unserem Besuch noch in Schnee gepolstert wurden.

Bei der Speisekarte merkt man schon, dass hier ambitioniert gekocht wird, am Teller weiss man dann, hier kann einer mit Aromen spielen. Kein Wunder, war Küchenchef Martin Franciskowsky doch bei Meistern seines Faches unter Vertrag, so auch bei Josef Viehhauser im legendären "Le Canard".

Ein asiatischer Vorspeisenteller mit Sushi, Sashimi, Frühlingsrolle und Garnelensalat war für DM 22,50 wohlfeil und verführerisch gut. Der gebratene Steinbeisser kam auf einer spielerischen Currysauce mit frischem Lauchgemüse und einem perfekten schwarzen Risotto (DM 34,50). Die Hirschmedaillons mit Walnusskruste auf einer Fliederbeersauce waren perfekt gebraten und liessen meinen jägernden Winzerfreund kleine Freudenseufzer ausstossen. Dazu gab’s übrigens Pieds de Mouton, Spitzkohl und Mohnschupfnudeln (!) das Ganze um angemessene DM 35,50. Braucht kaum gesagt werden, dass der Rohmilch-Käseteller ausgezeichnet reife Stückchen mit wunderbaren Früchte-Chutneys kombinierte (DM 15,50). Und die Portionen reichlich angemessen waren.

Die freudigste Überraschung für uns Wein-Liebhaber war aber eine intelligent zusammengestellte Weinkarte zu fairen Preisen (und das ist in Hamburg eine absolute Seltenheit, bekommt hier doch beim Italiener Weine, die knapp 10 DM im Einkauf kosten um satte 95 DM kalkuliert).

Weissweine von ausgezeichneten Weingütern Italiens, Frankreichs, Elsass, Österreich, Spanien und Übersee ergänzen sich mit einer feinen Auswahl aus deutschen Anbaugebieten. Die Preise bewegen sich im Schnitt zwischen 35 und 55 DM. Einige davon gibt es auch in Halbflaschen.

Bei Rotweinen findet man für jeden Geschmack etwas, von guten Toscana und Piemont Weinen, Spanische Markenweine aus Rioja bis Ribera del Duero, Österreichische Geheimtipps bis zu "Schmankerln" aus Californien, Chile oder Südafrika. Bezeichnend: aus Deutschland fanden zwar drei Spätburgunder den Weg auf die Atlas-Karte, aber kein Dornfelder. Danke.

Wir wählten einen Grünen Veltliner, Terassen Thal 1997 von den Freien Weingärtnern Wachau, der hervorragend zu den asiatischen Fischgenüssen als Vorspeise passte (DM 51,-). Danach überraschte uns der Siepi 97 von Castello Fonterutoli mit einer Traumflasche (DM 105,-) nach der 94er La Fleur Petrus leider keine Chance hatte (DM 145,-).

Müssen wir noch erwähnen, dass der Espresso hervorragend war, dass es ein kleines aber feines Zigarrenangebot gibt, das mit dem herrlichen Spirituosen-Angebot an der Bar harmoniert und den Abend wunderbar ausklingen lässt.

Das Atlas ist mehr als einen Besuch wert: Atlas Restaurant und Cocktailbar, Schützenstrasse 9a, 22761 Hamburg. T: +39 (0) 40/ 851 78 10 F: +39 (0) 40/ 851 78 11
E: Atlas@atlas.at, W: www.atlas.at

Geöffnet täglich ab 12 Uhr, Sonntags gibt’s Brunch um DM 28,50 schon ab 10:30.
Küche 12-15 und 18:30-23:30.

Plastic-Money wird akzeptiert von: EC-Cash, Eurocard, Mastercard, Visa und American Express.

Unsere Feinspitz Wertung: 4,5 von 5 Sternen
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 11:58:37

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